Momente

des Loslassens

Der Moment der Entscheidung - jetzt ist es fertig, jetzt wird es nicht mehr besser.

Sorgfältig montiert, belichtet und abphotographiert - in der Hoffnung, dass die Farben auf de, Bildschirm, der Wahrheit genüge tun können.

heilige Kühe

"This mood makes itself felt everywhere, politically, socially, and philosophically.

We are living in what the Greeks called the Kairos - the right time - for a "metamorphosisof gods," i.e. of the fundermental principles and symbols."

C.G. Jung, The Undiscoveres Self (1958)


Traumbilder

Mich umgibt eine unwirtliche Ebene, die sich scheinbar ins Unendliche erstreckt. Der Himmel drückt sich mit Wolken schwer beladen auf die Weite hinab. Tote Bäume ragen wie anklagende Finger aus dem Boden.

Schatten schleichen umher doch die Wolken hängen regungslos - Ich schaue hinab doch sehe nur ein Schatten meiner Selbst.

Der Traum endet - das Zwitschern von Vögeln hat mich geweckt.


das universum einer schnecke

Es ist ein nebelverhangener Tag - die Welt scheint in Grau zu schweben. Meine Hände spüren die Erde als ich nach oben blicke und eine Schnecke im Grün entdecke.

Praktisch schwerelos scheint sie senkrecht die Ranken empor zu klimmen. Ihre Bewegungen wie ein Tanz im Einklang mit ihrer Umgebung. Vorsichtig tastened und doch ohne zu zögern sich vorwärts bewegend.

Mensch mag ähnlich viel von der seinem Universum wahrnehmen, wie die Schnecke von der ihren doch ihm fehlt die ergebene Gelassenheit mit seiner persönlichen Realität umzugehen.

das Geschlecht der Schönheit

Mensch hat die Angewohnheit Aspekte seiner Wahrnehmung in klar definierte Kategorien einzusperren. So habe auch ich lange jede Nuance von Rosa und Pink der "typischen Weiblichkeit" zugeordnet und bald hatte ich zu einem grossen diesem Teil des Farbspektrum ein sehr kritisches Verhältnis - vermutlich weil das Verständnis von "Weiblichkeit", das mir vermittelt wurde, einen tiefen Widerwillen in mir hervorrief... Ganz zu Schweigen von der vermeindlichen Frivolität, die ich mit dem Malen von "Blümchen" verbunden habe.

Über die Jahre hat sich mein Verständnis von der Rolle die die Geschlechter in der Gesellschaft spielen stark verändert, doch erwischte ich mich bei dem Anblick dieser Pfingstrosen, wie ich in der "Mächtigkeit" der Blüte und der "Stärke" des Farbtons, dann plötzlich eine "Männlichkeit" wiederzuerkennen meinte.

Es ist ein Freikämpfen von unreflektierten Assoziationsmuster in Form von genauer Beobachtung und Abstraktion in der Hoffnung Schönheit jehenseits von Geschlechterrollen erfassen zu können.


der berg im fluss

Es gibt Momente in denen es nicht möglich ist ein Photo zu machen - und selbst wenn man eine Kamera zur Hand hätte, so wäre sie kaum fähig die Einzigartigkeit des erlebten Momentes ganz einzufangen.

So war ich gerade auf dem Weg auf meinem Roller als sich der Berg vor mir von seinem Nebelkleid befreite und aus dem Wolkenfluss hervorstach - Tage danach hallte der Moment noch in mir nach, bis ich endlich die Gelegenheit fand ihn auf Leinwand zu bannen.

Eine Impression vom Niesen am Thunersee.


«Die Malerei ist stumme Poesie, die Poesie blinde Malerei.»

leonardo da vinci

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